Zusammenfassung
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem möglichen Einfluss des Klimawandels auf den Tourismus und besonders mit seinem Einfluss auf die touristische Nachfrage in Deutschland.
Schwerpunkt ist eine Primärerhebung, die das Reiseverhalten der deutschen Bevölkerung in Deutschland unter dem Einfluss des Klimawandels untersucht. In explorativer Form werden dazu mit einer Quellgebietsbefragung in Hamburg, Bonn und München allgemeine sowie klimawandelspezifische Aspekte des Reiseverhaltens untersucht. Dabei werden besonders die Wahrnehmung und Einschätzung des Klimawandels durch die Befragten sowie der bisherige Einfluss des Klimawandels auf das eigene Reiseverhalten genauer betrachtet. Ergänzend findet die Perspektive der Angebotsseite in Form einer Kurzumfrage bei den 16 deutschen Landestourismusverbänden Berücksichtigung. Ebenso wird die Akzeptanz möglicher Anpassungsreaktionen für den Urlaub in den Winter- und Sommermonaten in Deutschland sowie mögliche Einflussfaktoren auf die zukünftige Urlaubsplanung näher beleuchtet, die sich aufgrund der klimatischen Veränderungen ergeben können. Dem empirischen Teil der Diplomarbeit wird eine Erörterung klimatischer, touristischer und wahrnehmungsgeographischer Rahmenbedingungen vorangestellt: So sind regionale Klimamodelle – Grundlage zur Entwicklung von Vermeidungs-, Verminderungs- und Anpassungsstrategien möglicher klimatischer Veränderungen – Ausgangspunkt, um die regional unterschiedlich ausgeprägten Veränderungen von Temperatur, Niederschlag und Extremwetterereignissen für Deutschland und seine Urlaubsregionen aufzuzeigen. Dies geschieht vor allem mit Blick auf die Entwicklung der touristischen Nachfrage seit 1997, auf ihre räumliche Verteilung sowie ihre Konzentration in Deutschland. Dass jedoch die Darstellung klimatischer Auswirkungen des Klimawandels nicht immer mit der Wahrnehmung von Touristen und von touristischen Leistungsträgern übereinstimmen muss, wird mit dem Ansatz der Wahrnehmungsgeographie verdeutlicht. Bei der Abschätzung der Konsequenzen des Klimawandels für den Tourismus ist neben dem Wissen und der Wahrnehmung des Klimawandels ebenfalls die individuelle Betroffenheit durch den Klimawandel von Bedeutung.
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